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Familie Bärenstark  > Inspiration

Was macht Familien bärenstark?

Familiengottesdienst zur Initiative "Familie bärenstark"

Einführung in das Thema:

Heute haben wir bei unserem Pfarrfest besondere Gäste: Den Bär Däddy und die Clownness Fanny Hanny. Beide hat unser Weihbischof Helmut am 15. Juli mit ihrem Bus auf eine Reise durch die Diözese Würzburg geschickt. Sie sollen die Initiative „Familie – bärenstark“ bekanntmachen und einladen, in jeder Pfarrei familienfreundliche Lebensräume zu gestalten. Dort wo sich Pfarrgemeinden um Kinder, Eltern und Großeltern kümmern, dort können Familien bärenstark sein und werden.

In diesen Bus steigen jetzt Familienmitglieder ein, die gerne bärenstark sein wollen.

1. Szene:

Kind: Mama, wünscht du dir zum Geburtstag eine Torte von mir?
Erwachsener zum Kind: Kannst du das wirklich? Traust du dir das zu?
Kind: Das sagen Erwachsene immer wieder mal zu mir. Ich will auch stark sein. Ich will, dass man mir mehr zutraut. Ich steige in den Bus weil ich will, dass ihr uns Kindern helft bärenstark zu werden.

2. Szene:

Junges Paar: Es ist schön, dass es dich gibt. Ich freue mich richtig auf zu Hause. Aber wenn ich die Statistik über die Ehescheidungen lese, dann bekomme ich manchmal Angst, ob wir zu dem Ja, das wir einander versprochen haben, wirklich in guten und bösen Tagen stehen können.

Wir wünschen uns aber, dass unsere Liebe stark bleibt. Dass wir Unterstützung finden, dass unsere Liebe weiter wachsen und alle Schwierigkeiten überdauern kann. Unsere Sehnsucht ist bärenstarke - Liebe. Deshalb steigen wir in den Bus.

3. Szene:

Opa / Oma / Kinder: Ich möchte ja gerne alt werden. Aber alt sein - da spüre ich vieles geht nicht mehr so leicht geht wie früher. Bei manchen Dingen bin ich auf Hilfe angewiesen.

Auch in der Schwäche stark sein, die Schwäche annehmen können und trotz der Schwäche angenommen zu sein, das wünsche ich mir. Darum steige ich mit meinen Enkeln in den Bus.

 

Lied zum Einzug:

"Zieh den Kreis" Troubadour 115

Begrüßung und Besinnung

Familie - bärenstark, so heißt das Motto für unseren Familiengottesdienst. Im Anspiel haben wir gehört. Jung und alt möchten gerne bärenstark sein. Wir stellen heute die Frage: "Was macht Familien bärenstark?" Eine Antwort erhalten wir aus der Heilige Schrift.

Doch bevor wir das Wort Gottes hören, wollen wir uns besinnen und sein Erbarmen auf uns herabrufen.

 

Kyrie-Rufe:

Kind: Jesus, du bist stark. Du weißt dein Vater liebt dich, er steht zu dir

Herr, erbarme dich

A: Herr, erbarme dich

Erwachsener: Jesus, deine Liebe ist stark. Du suchst die Gemeinschaft mit den Menschen. Du bist bereit sie anzunehmen und sie zu ertragen.

Christus, erbarme dich

A: Christus, erbarme dich

Erwachsener: Jesus, du bist stark. Du nimmst das Leiden an. Du gibst dein Leben für die, die du liebst.

Herr, erbarme dich

A: Herr, erbarme dich

Priester: Herr, unser Gott! Wir danken dir für Jesus Christus, deinen Sohn. Er kann uns stark machen, wenn wir seine Worte und Taten unter uns lebendig werden lassen. Dafür wollen wir dich loben und preisen. Amen

 

Gloria:

Lobt den Herrn auf Straßen ... Troubadour 256

 

Tagesgebet:

Lesung und szenisches Spiel

Lesung aus dem Brief an die Gemeinde in Kolossä (Kol 3,12-17):

Requisiten: eine Bank wird vor der 1. Szene vor dem Altar aufgebaut / Bär- und Clownessekostüm / Lautsprecheranlage / Modellflugzeug

Sprecher: Was hat uns eigentlich die Bibel, unsere Heilige Schrift dazu zu sagen, wie Familie "bärenstark" sein kann? Wir hören dazu die Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Christengemeinde in Kolossä und wollen seine Worte zugleich in ein Spiel übersetzen, um sie so gut zu verstehen.

Lektorin: Paulus schreibt: Ihr seid von Gott geliebt, seid seine auserwählten Heiligen. Darum bekleidet euch mit aufrichtigem Erbarmen, mit Güte, Demut, Milde, Geduld! (Kol 3,12)

1. Szene:

Clownesse tritt auf. Sie geht langsam, schleppenden Schrittes, lässt den Kopf hängen und macht ein trauriges Gesicht. - Bär kommt hinzu.

Bär: Hallo, was ist denn mit dir los? Warum schaust du denn so traurig?

Clownesse: Ach, keiner hat Zeit für mich. Alle sind so beschäftigt. Keiner will hören, was ich heute erlebt habe.

Bär: Ach, komm her, erzähl es mir. Ich bin schon ganz gespannt, wie es dir heute ergangen ist.

Der Bär setzt sich gemütlich hin und lädt die Clownesse ein, sich neben ihn zu setzen und schaut sie aufmerksam und erwartungsvoll an.

Clownesse: Wirklich? Du hast Zeit für mich? Du willst mir zuhören? -

Clownesse schaut verwundert, dann erfreut, sie richtet sich gerade auf:

Clownesse: Das find ich bärenstark!

Abtritt von Bär und Clownesse (zur linken Säule)

Sprecher: (beginnt, wenn Bär und Clownesse auf halbem Weg entfernt sind)

So ist es, wenn wir spüren: Da hat einer Zeit für mich. Da weiß ich: Ich bin geliebt. Ich bin etwas wert. - So kann es in der Familie sein: Da ist es "bärenstark", wenn wir einander zeigen, dass wir einander gern haben, einander lieben. - Und wir zeigen einander noch etwas. Familie ist bärenstark - wenn wir es glauben und einander zeigen: Wir sind von Gott geliebt. Er hat Zeit für uns. Deshalb nehmen wir uns auch Zeit füreinander.

Lektorin: Paulus schreibt weiter: Ertragt euch gegenseitig, und vergebt einander, wenn einer dem andern etwas vorzuwerfen hat. Wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr! (Kol 3,13)

2. Szene:

Clownesse tritt von neuem auf, Bär kommt danach hinzu. Zunächst ohne Worte: Die Clownesse macht ein verdrießliches Gesicht und zeigt dem Bären die "kalte Schulter". Der Bär schaut sie verlegen, fragend und hilfesuchend von der Seite her an ...

Der Bär nimmt sich endlich ein Herz und versucht Kontakt aufzunehmen. Er geht auf sie zu, versucht ihr ins Gesicht zu schauen und spricht sie an:

Bär: Was hast du denn? Warum schaust du mich denn nicht mehr an?

Clownesse wendet sich noch einmal schweigend ab ...

Bär: Ach, ich weiß, ich hab mich blöd benommen. Ich hab dich angelogen, dass ich noch Hausaufgaben machten müsste. Dabei hab ich bloß keine Lust gehabt, mit dir zu spielen.

Es tut mir leid! - Komm, ich möchte doch immer noch dein Freund sein!

Clownesse wird schwankend, schaut erst ein wenig, dann mehr zum Bären hin. Der Bär streckt die Hand zur Versöhnung aus:

Bär: Kannst du mir verzeihen? - Bitte, sei wieder meine Freundin!

Clownesse: Okay, ich war sehr traurig, dass du keine Zeit für mich hattest. Außerdem hast du mich auch noch angelogen. Aber ich will dir verzeihen. Ich will deine Freundin sein. - reicht die Hand. (evtl.: Bär und Clownesse umarmen sich.)

Abtritt von Bär und Clownesse

Sprecher: Wenn einer dem anderen Unrecht getan hat, macht uns das traurig und wir sind oft wütend. Aber es macht uns stark, wenn wir vergeben können. Unsere Gemeinschaft und Freundschaft wird neu gestärkt. - So hat Gott seine Gemeinschaft mit uns erneuert, als er uns Jesus, seinen Sohn geschickt hat. Er hat uns alles vergeben, damit auch wir einander vergeben.

Lektorin: Hören wir noch ein drittes Wort des Paulus. Er schreibt:

Singt Gott in eurem Herzen Psalmen, Hymnen und Lieder, wie sie der Geist eingibt, denn ihr seid in Gottes Gnade. (Kol 3, 16)

Szene 3:

Die Clownesse sitzt da und hält ein (gebasteltes) Flugzeug [oder Ähnliches] in der Hand. Der Bär kommt dazu und schaut neugierig.

Bär: Mensch, ist das ein tolles Flugzeug! Wo hast du denn das gekauft?

Clownesse: (stolz und froh) Das hab ich selbst gebaut!

Bär: Das hast du selbst gebaut? Das hast du toll gemacht! (Er klopft dem Clown anerkennend auf die Schulter.) Erklär mir doch, wie es funktioniert!

Clownesse: (erfreut) Komm her, ich zeig's dir gern!

Die beiden stecken die Köpfe zusammen und freuen sich ...

Bär: Was du alles kannst! Das find ich bärenstark!

Clownesse wirkt sichtlich stolz und froh ...

(Abtritt von Bär und Clownesse)

Sprecher: Es macht uns stark, wenn andere sehen, was wir gut gemacht haben. Wir freuen uns darüber, dass wir etwas "können".

Wo in der Familie Menschen das Gute sehen und einander loben, wo sie auch das Gute erkennen, das Gott tut und ihn dafür loben, dort ist Gottes Geist am Werk.

 

Antwortgesang:

Wenn einer sagt ich mag dich ... Troubadour 129

 

Hallelujaruf:

Halleluja Troubadour 118

 

Evangelium

Mt, 18.20

Jesus sagte damals zu seinen Jüngern: Alles, was zwei von euch auf Erden gemeinsam erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten. Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.

Predigt (Gedanken zum Anspiel der Lesung)

 

Credo:

Wir glauben an Gott Troubadour 442

 

Fürbitten

Priester: Herr, im Vertrauen auf deine Liebe und Sorge tragen wir dir unsere Bitten vor. Gott, du liebst uns. Du begleitest alle Menschen, alle Paare und Familien durch ihre Geschichte. Mach uns durch deine Liebe bärenstark.

Antwort: Wir bitten dich, erhöre uns.

Weitere Fürbitten nach den Anliegen der Teilnehmer

Priester: Gott, unser Vater, wir haben dir unsere Sorgen anvertraut. Wir wissen, dass du unsere Anliegen kennst und uns nahe sein willst mit deinem Segen und deiner Kraft. Dafür danken wir dir heute und alle Tage. Amen

 

Gabenbereitung:

Nimm, o Herr, die Gaben ... Troubadour 156

 

Sanctus:

Heilig, ja heilig ist der .... Troubadour 234

 

Hochgebet:

Für die Kinder

 

Agnus Dei:

gebetet

 

Friedensgruß und Lied:

Fang mit dem Frieden an ... Troubadour 558

 

Kommunionspendung:

Instrumental

 

Danklied:

Manchmal feiern wir mitten ... Troubadour 31

 

Schlussgebet

 

Segen

 

Schlusslied:

Sing mit mir ein Halleluja ... TB 327